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Handy mit Grafik-Turbo
Der Grafik-Spezialist Nvidia drängt auf den Handy-Markt. Geboten werden sollen 3D-Darstellung, Megapixel-Fotos und Videos mit hoher Bildrate. Wir haben uns das Mitsubishi M342i mit dem Grafikbeschleuniger genauer angesehen.
Ausstattung: GoForce 2100 und leichte Unterhaltung
Ein spezieller Chip, der sich ausschließlich um die Grafik und Kamera-Funktionen kümmert, soll Handys zu echten Multimedia-Könnern machen.
Der Grafik-Chip steuert nicht nur das Display, sondern übernimmt auch die JPEG-Komprimierung von Fotos und die Verarbeitung von Videos. Vorteil: Die Hardware-Lösung entlastet den Hauptprozessor und arbeitet laut Nvidia deutlich Akku-schonender.
GoForce 2100 heißt der Chip, den Mitsubishi in zwei neue Handys einbaut: Die Modelle M341i und M342i glänzen mit einem gut auflösenden 262.144-Farben-Display. Die Ausstattung beider Modelle ist praktisch identisch, das M341i kommt im Klapp-Design. Wir konnten ein Vorserien-Modell der Candy-Bar-Variante, das M342i, einem ersten Test unterziehen.
Grafik
Megapixel-Auflösung schafft die integrierte Kamera noch nicht, das M342i knipst mit VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel). Erst die nächste Chip-Generation von Nvidia soll Megapixel-Aufnahmen und 3D-Darstellungen möglich machen. Dennoch gehört die Grafik-Ausstattung zum Besten, was uns bislang begegnet ist. Ob Fotos oder einfache Menüs: Die Darstellung auf dem Display mit 128 x 160 Pixel ist wirklich brillant. Im Kamera-Modus dient die Anzeige als Sucher, sie folgte ruckelfrei, wenn wir die Kamera durch den Raum bewegten. Zoomen kann das M342i dreifach digital.
Funktionen
Mitsubishi bleibt E-Plus und i-mode treu. Der rechte Softkey unter dem Display führt direkt auf den bunten Handy-Dienst inklusive E-Mail-Service. Ansonsten ist das M342i auf leichte Unterhaltung ausgerichtet. Direkt unter dem kleinen Spiegel auf der Rückseite des Gerätes, der bei Selbstporträts hilft, sitzt ein Lautsprecher für 32-stimmige Klingeltöne.
Fünf MByte dynamischer Speicher stehen für Fotos, Klingelsounds, Java-Anwendungen und Spiele zur Verfügung. Ansonsten verspricht Mitsubishi einen integrierten Freisprecher, Sprachwahl, eine Infrarot-Schnittstelle sowie GPRS mit maximal 53,6 kbit/s beim Empfang und 13,4 kbit/s beim Versand von Daten. Die Organizer-Funktionen bleiben eher beschränkt. 100 Einträge fasst der Kalender, das Telefonbuch speichert 255 Kontakte.
Praxis: Hochwertig und komfortabel
Die Klapp-Handys für den i-mode-Dienst machen meist nicht viel her. Das M342i ist dagegen ein echter Hingucker: schick, edel und optisch eine Klasse für sich.
Eckdaten
Als Maße nennt der Hersteller 107 x 47 x 19 Millimeter, das Gewicht soll 93 Gramm betragen. Das ergibt ein leichtes, aber nicht gerade kleines Gerät. Der Vorteil: Trotz großem Display bleibt genügend Platz für eine komfortable Tastatur. Die Akkuwerte liegen laut Mitsubishi bei 2:30 Stunden Sprech- und 250 Stunden Stand-by-Zeit.
Handhabung
Nicht jedes Gerät, das schick aussieht, fühlt sich auch hochwertig an. Doch beim Vorserienmodell des M342i wirkte die Anmutung weder billig noch schlecht verarbeitet. Die Tasten boten einen klaren Druckpunkt, die Steuerungs-Tasten ließen sich, obwohl für sie wenig Platz bleibt, zuverlässig bedienen.
Bedienung
Ein knallbuntes Menü und aussagekrärtige Icons: i-mode prägt auch die Menüführung des N341i. Die Menülisten sind teilweise recht lang, beim kurzen Test kamen wir dennoch ohne Bedienungsanleitung ganz gut zu Recht.
Fazit: Neue Grafik-Dimension
Das Display des M342i gehört zum Besten, was wir bislang an Handy-Anzeigen gesehen haben. Zusammen mit Nvidia macht Mitsubishi der Konkurrenz vor, wie das Handy-Display der Zukunft aussieht.
Nur schade, dass das M342i erst im vierten Quartal auf den Markt kommt. Bis dahin dürften schon einige Geräte mit Megapixel-Kamera zu haben sein. Die hätte dem M342i gut zu Gesicht gestanden.
Ansonsten bietet das Handy gutes Entertainment und eher schlappe Business-Funktionen. Die hat Mitsubishi in einem schicken und ergonomischen Gehäuse verpackt. Multimedia-Handys der Konkurrenz wirken oft deutlich billiger. Wir sind auf den Preis gespannt. Mitsubishi hält sich bislang noch bedeckt.
Wer bereits jetzt in den Genuss des 262.144-Farben-Displays kommen will, dem bietet der Hersteller ein Alternative. Das M341i, die Klapp-Variante mit gleicher Ausstattung, soll bereits in Kürze im E-Plus-Shop stehen.
Quelle:Chip
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